Lac de Lucelle

Ökologie des Sees

Der Lac de Lucelle ist nach hydrologischen Gesichtspunkten tatsächlich ein See, vielleicht sogar der kleinste der Schweiz, denn ein Bach speist ihn und fliesst auch wieder ab.

Charakteristisch für den See ist der dichte, dynamische Schilfbewuchs am Westufer. Dieser Schilfbestand wird durch ein Riedgrasfeld begrenzt. Am Ufer wachsen Eschen, Ahorn, Erlen und Weiden. Ein wunderbarer Buchenwald umschliesst das Tal der Lützel.

Die Wasserfläche wird vor allem von Enten belebt. Die Stockenten nisten hier und finden im Winter zu kleinen Gruppen zusammen. Mit ein wenig Glück können andere vorüberziehende Entenarten beobachtet werden. Die Graureiher fischen regelmässig im See. Immer wieder sieht man das Blässhuhn, den Haubentaucher und den Zwergtaucher. Versteckter leben die im Schilf nistenden Rohrammern, Teichrohrsänger und Sumpfrohrsänger. Auch der Eisvogel konnte schon beobachtet werden.

Bei den Säugetieren sind die Marderarten am besten vertreten. Oberhalb des Weihers haben Grasfrösche und gemeine Kröten ihr Habitat. Im See leben neben Bachforellen einige Elritzen, vor allem aber Rotaugen. Auch Rotfedern und Schleien kommen vor. Im Bach sind Groppen und Forellen häufig.

Leider wird das ökologische Gleichgewicht des Sees immer wieder durch Jauche aus der Landwirtschaft empfindlich gestört. Das ganz aus Karst bestehende Einzugsgebiet, das den See mit Wasser versorgt, vermag die Schadstoffe nicht zu filtern. Die biologische Qualität des Sees ist deshalb am Sinken.